Berufsfachschule Wiesau sammelt 200.000 Plastikdeckel für 400 Leben ohne Polio

Rotary Club Stiftland unterstützt mit dem wertvollen Rohstoff weltweite Impfkampagne. Die Schülerinnen und Schüler unterstützen gemeinsam mit vielen anderen Sammlern die Aktion „Deckel gegen Polio“ der Rotary Clubs beim Kampf gegen die Kinderlähmung in der Dritten Welt. Die Schüler beteiligen sich mit viel Engagement an der Aktion, bei der es darum geht, Flaschenverschlüsse aus Kunststoff wertschöpfend zu recyceln. Nun konnte die Schule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau die ersten beiden BigBags mit knapp 400 kg sortenreinen HDPE/PP-Kunststoffs der Spedition für die Verwertung in Recycling-Anlagen übergeben. 

Ein Verwerter zahlt für das Kilogramm 30 Euro und die Bill-Gates-Stiftung (Bill & Melinda Gates Foundation) legt noch einmal 60 Euro dazu. "Durch euren Sammelfleiß können mehr als 400 Kinder vor allem in gefährdeten Regionen Pakistans und Afrikas eine Schluckimpfung bekommen", lobt Jeff Beer, Präsident des Rotary Clubs Stiftland, den Sammelfleiß der Tourismusschüler.

Von der Menge wurde selbst Fachbetreuer André Putzlocher überrascht. Aus allen Klassen brachten die Schüler gefüllte Plastikeimer zur Sammelstelle oder sprachen privat weitere Sammelunterstützer an. Hausmeister Roland Schüssler kümmerte sich am Beruflichen Schulzentrum um die Logistik des wertvollen Materials. Im Namen der Schulleitung dankte StD Wolfgang Hecht den Schülerinnen und Schülern und insbesondere Paula Matthes aus der Abschlussklasse, die das gemeinnütze Projekt federführend betreut hat. 

Auch weiterhin können in die Sammelbox am Beruflichen Schulzentrum Wiesau alle Deckel von Getränkeflaschen eingeworfen werden, um die schreckliche Kinderlähmung weltweit auszurotten. Noch vor 30 Jahren erkrankten pro Jahr etwa 300 000 Kinder. Heute gilt Polio in Deutschland als ausgerottet. Jedoch ist die Krankheit in Afghanistan und Pakistan und weiteren Ländern der Dritten Welt immer noch nicht besiegt. Dauerhafte Lähmungen und Verkrüppelungen sind die Folge dieser hochansteckenden, unheilbaren und zum Teil tödlich verlaufenden Virusinfektion, die vor allem Kleinkinder, aber auch Erwachsene befällt. Eine Schluckimpfung bietet lebenslangen Schutz vor Polio. So braucht es etwa 500 Verschlüsse aus dem recyclingfähigen Kunststoff Polyethylen, um aus den Erlösen eine Impfung zu finanzieren. Der Kampf gegen Polio wird weltweit geführt und unter anderem von den Rotary Clubs unterstützt.

Zusätzlich rückt die Sammelaktion neben dem globalen sozialen Aspekt auch den ökologischen Gedanken in das Bewusstsein aller Sammler: Wer bisher Kunststoffdeckel als reinen Abfall gesehen hatte, erkennt den nun den wertvollen Rohstoff.

 

Große Hilfe für kleine Kinder

Schule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau unterstützt die Sternstundengala der Wohltätigkeitsaktion Sternstunden e.V.

Mittlerweile zum vierzehnten Mal in Folge – und somit von Beginn der Sternstundengala in Nürnberg an – setzt sich der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern zusammen mit ausgewählten Partnern für die Wohltätigkeitsaktion des Sternstunden e.V. ein, unter ihnen auch dieses Jahr wieder ein Team der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau.

Für André Putzlocher, Betreuer der Schulteams, ist es selbstverständlich diese Aktion zu unterstützen, denn „Es gibt nichts sinnvolleres, als Praxis zugunsten von Kindern in Not trainieren“. Fachlich werden die fast 50 Schülerinnen und Schüler, die sich für dieses Unterrichtsprojekt freiwillig gemeldet haben, von den Fachlehrern Thomas Daucher, Markus Schultes und Peter Sommer angeleitet. Sie werden die Küchenteams der Sterneköche Alexander Herrmann und Maximilian Moser unterstützen sowie den Service im VIP-bereich übernehmen.

Damit Sternstunden e.V. keine Kosten für Catering entstehen und somit die gesammelten Spendengelder zu hundert Prozent Bedürftigen zukommen können, sorgen die Wiesauer Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrern und mit acht weiteren Gastroteams aus ganz Bayern im Nachgang der Show dafür, dass alle rund 850 Mitwirkenden vor und hinter der Kamera ihr Essen genießen können; unter ihnen sind so klangvolle Namen wie Nena, Christina Stürmer, Till Brönner und Rolando Villazón, zusammen mit den vier bekanntesten bayerischen Knabenchören, den Regensburger Domspatzen, dem Tölzer Knabenchor, dem Windsbacher Knabenchor sowie den Domsingknaben Augsburg.

DEHOGA Bayern-Vizepräsident Thomas Förster, der im Rahmen der Gala stellvertretend für viele bayerische Hoteliers und Gastronomen einen Spendenscheck überreichen wird, ergänzt: „Unsere Branche ist die schönste der Welt. Bei uns dreht sich alles um Genuss, Entspannung und Wohlempfinden. Da ist es für uns doch geradezu eine moralische Verpflichtung auch denjenigen etwas zu geben, die es nötiger brauchen, als wir“.

  

Schule für Hotel- und Tourismusmanagement auf Hochschulniveau

Die Fachhochschule NHL Stenden rechnet den Absolventen aus Wiesau bis zu 105 ECTs auf ein Bachelor-Studium an. Die Qualität wurde nun vor Ort überprüft.

Studienberater Mag. Ewald Temper, Dozent Sabahattin Yücedag für den Studiengang Hotel Management und Professor Peter Nonnhoff für den Studiengang Tourism Management (von rechts) führten das Qualitätsaudit gemeinsam mit StD André Putzlocher von der Berufsfachschule für Hotelmanagement und Tourismusmanagement Wiesau durch. Alle Bereiche der Ausbildung wurden auf Inhalt, Umfang und Niveau hin besprochen, um die hohe Anrechnung zu gewährleisten. Für die Wiesauer Schülerinnen und Schüler bietet diese einen unschätzbaren Vorteil: Für den englischsprachigen Bachelor an der staatlichen NHL Stenden Hogeschhol in Leeuwarden, Niederlande benötigen sie nur noch 2,5 Jahre nach ihrem Abschluss in Wiesau.

Prüfen – Rufen – Drücken – Leben retten

Schüler und Lehrkräfte am Beruflichen Schulzentrum Wiesau fit in Wiederbelebung

Auf Initiative von Dr. Mathias Kalkum, Vorsitzendem des Rettungszentrums Regional Oberpfalz-Nord, mit Unterstützung des Rotary Clubs Stiftland und auf Empfehlung der Kultusministerkonferenz beginnt das Staatliche Berufliche Schulzentrum Wiesau mit der konkreten Umsetzung des Themas „Schüler retten Leben“. Am pädagogischen Freitagnachmittag vor den Herbstferien wurden 60 Lehrkräfte und nun die ersten Klassen an Puppen in Wiederbelebung geschult.

In Deutschland könnten jedes Jahr 5.000 Leben gerettet werden, wenn bei beobachteten Herzstillständen nur genauso häufig geholfen würde wie im europäischen Durchschnitt. Zum Vergleich: Jährlich gibt es in Deutschland rund 4.000 Tote im Straßenverkehr. An einem plötzlichen Herztod sterben aber ca. 70.000 Menschen. Tatsächlich kann es also jederzeit jedem von uns passieren, einen Herzstillstand zu beobachten. Der allergrößte Fehler dabei: Nichts tun. Die Überwindung des Schocks als Beobachter und die richtige Reaktion sind die Ziele des Trainings, das bereits ab der 7. Klasse auch in Schulen durchgeführt werden soll.

Ausbilder Richard Wagner vom BRK Kreisverband Tirschenreuth hat in einem einstündigen Training den Lehrkräften des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums die wenigen Schritte der richtigen Reaktion auf einen Herzstillstand beigebracht: das Prüfen auf Atmung, das Rufen von professioneller Hilfe und das Drücken, nämlich die richtige Herzdruckmassage mit 100 Drückern pro Minute. Mehr braucht es nicht, um als Ersthelfer Leben zu retten, denn im Blut ist ausreichend Sauerstoff gelöst, um auch ohne Beatmung allein durch Aufrechterhaltung des Blutkreislaufes die Organe mit Sauerstoff zu versorgen bis der Rettungsdienst übernimmt.

Mit den Klassen der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau konnten jetzt auch Schülerinnen und Schüler direkt an Ausbildungspuppen erfahren, wie sich Wiederbelebung anfühlt und dass man eigentlich dabei nichts falsch machen kann. Wie wichtig diese Erkenntnisse sind, wird angesichts der großen Zahl von entweder wegschauenden oder in Schockstarre verfallenden Zeugen von Herzstillständen deutlich.

Die angehenden Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement waren nicht nur wegen der hohen Zahl an unnötigen Todesfällen sondern vor allem auch wegen der Bedeutung in ihrer zukünftigen Tätigkeit mit vielen Menschen hoch motiviert und konzentriert beim Wiederbelebungstraining. Schulleiter OStD Dr. Wolfgang Eckstein und stellvertretender Schulleiter StD Thomas Metzler begrüßen ausdrücklich, dass am Schulzentrum Wiesau ein Satz Puppen für das Reanimationstraining angeschafft werden konnten. Die Unterrichtseinheit soll auf alle Klassen des Beruflichen Schulzentrums ausgeweitet und jährlich wiederholt werden. Zuständig dafür ist der schulinterne Sicherheitsbeauftragte FL Manfred Sladky.

 

Profi-Trainer gibt Schülern/innen der BFS HoT Tipps aus Krav Maga

Unter sachkundiger Anleitung erhält die 12. Klasse einen Power-Lehrgang in Krav Maga, um auf private und berufliche Extremsituationen vorbereitet zu sein.

In Kooperation mit dem Verein GR2D - Get Ready 2 Defend vermittelt Nik Landstorfer, der auch die Bayerische Polizei in Selbstverteidigung ausbildet, 27 jungen Damen und Herren der Berufsfachschule für Hotelmanagement und Tourismusmanagement Wiesau die Grundlagen von Krav Maga. Mit viel Spaß und sehr schnellen Erfolgen ist die 12. Klasse dabei.

    

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