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"Sein Vermächtnis ist Zivilcourage"
Gespräch mit Peter Maier, Vorstandskollege ( sc. Firma Erlus AG ) und Freund von Dominik Brunner

Windischeschenbach. (ma) Dieses Jahr hat auch sein Leben verändert: Seit Peter Maier (52) vom Tod seines Kollegen und Freundes Dominik Brunner vor knapp einem Jahr informiert wurde, ist nichts wie vorher. Maier musste zum einen mit dem persönlichen Schmerz zurecht kommen, zum anderen den Verlust seines Vorstandskollegen aber auch "managen". Heute engagiert er sich stark in der Dominik-Brunner-Stiftung. Mit Peter Maier sprach Michael Ascherl in Windischeschenbach.

Wie haben Sie damals vom Tod Dominik Brunner erfahren?

Es war Sonntagfrüh, ich war gerade vom Joggen zurück und stand unter der Dusche, als das Telefon klingelte. Dominik Brunners Vater Oscar war dran und sagte, sein Sohn sei getötet worden. Das war ein unglaublicher Schock.

Wie ging es dann weiter?

Ich bin sofort von Windischeschenbach nach Neufahrn gefahren, um mich mit meinen engsten Kollegen zu treffen. Als ich um 12.30 Uhr in der Firma eintraf, waren schon die ersten Reporter da.

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Sie mussten sicherlich zahlreiche Anfragen der Presse bewältigen.

Wir waren in den ersten Wochen nach der Tat Getriebene der Medienlandschaft. Schier unglaublich.

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Sie kannten Dominik Brunner seit sieben Jahren, auch privat. Was war er für ein Mensch?

Er hat sich für seine Ideale und Werte eingesetzt, war offen und tolerant, hat für seine Überzeugungen aber auch gekämpft. Er hatte einen analytischen Verstand, war vielfältig interessiert und verfügte über ein sehr breites Allgemeinwissen. Ein Mann des Ausgleichs, niemals aufbrausend.

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Wie kam es dann zur Gründung der Dominik-Brunner-Stiftung?

Recht schnell. Bei der Vorbereitung der Gedenkfeier am 26. September haben wir uns gefragt: Wofür ist Dominik Brunner eigentlich gestorben? Kollegen, Freunde und die Familie waren sich einig: Das Vermächtnis von Dominik Brunner soll die Förderung von Zivilcourage sein.

Wie trägt sich die Stiftung?

Das Stiftungskapital sind 100 000 Euro. Hinzu kommen Spenden von Firmen, dem FC Bayern und unzähligen Privatpersonen, die uns unterstützen.

Der FC Bayern unterstützt die Dominik-Brunner-Stiftung?

Ja, in Person von Uli Hoeneß. Er bringt sich als Vorsitzender des Kuratoriums aktiv ein und arbeitet wie alle anderen Kuratoriumsmitglieder sehr engagiert für die Ziele der Stiftung.

Gibt es schon erste Projekte?

Wir fördern bereits mehrere Projekte, zum Beispiel die Fahrgasttrainings der Polizei München, bei denen die Teilnehmer lernen, wie sie sich richtig verhalten, wenn sie in einem öffentlichen Verkehrsmittel in eine Konfliktsituation geraten.

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Ausschnitte aus einem Interview das am 2. Sept. 2010 in der Zeitung "Der Neue Tag" veröffentlicht wurde.

 

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