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Neue Pflanzverfahren sollen die Stabilität der Wälder verbessern - Mit dem Wiesauer Pflanzspaten gehts am besten |
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| Jahrzehntelang
wurden viele Bestände in ganz Bayern durch die sogenannte Winkelpflanzung
mit Hilfe der Wiedehopfhaue begründet. Die Zunahme der Schäden durch Wind- und Schneebruch und durch den Borkenkäfer in unseren Wäldern hat dazu geführt, dieses Pflanzverfahren in Frage zu stellen. Wurzelgrabungen haben dies bestätigt und gezeigt, dass selbst 30 Jahre nach der Pflanzung noch Wurzeldeformationen infolge des falschen Pflanzverfahrens feststellbar sind. Bei der Winkelpflanzung können nur flache Pflanzlöcher ausgehoben werden. Somit wird dieses Verfahren jetzt nur mehr bei sehr kleinen Pflanzen mit Wurzeln bis zu einer Länge von 15 cm angewandt. Die meist zwei- oder dreijährigen Forstpflanzen haben aber überwiegend längere Wurzeln. Sie sind von der Baumschule bei zirka 25 cm unterschnitten. Wenn das Wurzelwerk durch den Wurzelschnitt zu stark eingekürzt werden muss, hat das ein vermindertes Tiefenwachstum zur Folge und die größeren Schnittstellen bilden Eintrittspforten für Krankheitserreger. Die Rotfäule ist vorprogrammiert. |
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Im waldbaulichen
Unterricht der Berufsschule Wiesau hat Oberstudienrat Hartmut Krämer
diese Neuerungen aufgenommen. Nachdem im Herbst 2008 eine Pflanzung mit verschiedenen Geräten ausprobiert wurde, stellten die Schüler fest, dass die Pflanzung am leichtesten mit dem Göttinger Fahrradlenker geht. Angelehnt an dieses Gerät entwickelten Fachlehrer Thomas Diertl mit den Schülern den Wiesauer Pflanzspaten.
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Obwohl jedem klar war, dass im Juli nicht mehr Pflanzsaison ist, musste der Pflanzspaten zum Ende des Schuljahres auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Auf dem elterlichen Betrieb von Kathrin Müller war ein geeignetes Waldstück vorhanden. Der Pflanzspaten besteht aus einem Querrohr, das den Fahrradlenker ersetzt. Die Stange ist ausziehbar, damit das Gerät von verschiedenen Personen benutzt werden kann. Das Treteisen ist angeschweißt und die Klinge verschraubt. Künftig wird die Klinge etwas gefaltet, um ihr mehr Stabilität zu verleihen. |
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