Staatliches Berufliches
Schulzentrum WIESAU

Den Ausbildungsberuf des Aufbereitungs-/Verfahrensmechanikers der Steine- und Erdenindustrie gibt es seit dem Schuljahr 1992/93 an der Staatlichen Berufsschule Wiesau.

Nach einer Verienbarung der Ständigen Konferenz der Kultusminister ist die Staatliche Berufsschule Wiesau länderübergreifende Sprengelschule für die Berufsbilder

Aufbreitungsmechaniker/-in in der Steine und Erden Industrie
Verfahrensmechaniker/-in in der Steine und Erden Industrie

für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinlandpfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen.

Der Rahmenausbildungsplan berücksichtigt das jeweilige Anforderungsprofil der unter dem Dach der Steine und Erden-Industrie organisierten Fachverbände.

Fachgruppengliederung:

Aufbereitungsmechaniker

  • Naturstein
  • Sand und Kies
  • Feuerfeste und keramische Rohstoffe
  • Steinkohle (nicht an der BS Wiesau)

Verfahrensmechaniker

  • Transportbeton
  • Porenbeton / Kalksandstein
  • Baustoffe
  • Gipsplatten / Faserzement
  • Asphalttechnik
  • vorgefertigte Betonerzeugnisse

Beispiele aus dem Rahmenausbildungsplan

Unterricht an der Berufsschule
Ihre Berufsschulpflicht erfüllen die Auszubildenden der Steine- und Erden-Industrie an der Berufsschule Wiesau im Blockunterricht. Für die 10. Jahrgangsstufe sind 13 Blockwochen, für die 11. und 12. Jahrgangsstufe 12 Blockwochen vorgesehen, die in drei, bzw. vier Abschnitte aufgeteilt werden.

In der 10 Jahrgangsstufe erfahren die Aufbereitungs- und Verfahrensmechaniker eine gemeinsame Grundbildung. Die Aufteilung nach Aufbereitungsmechanikern und Verfahrensmechanikern ist in der 11. Jahrgangsstufe vorgesehen. Ein spezieller Unterricht für jede Fachgruppe findet in der 12. Jahrgangsstufe innerhalb des Rahmenlehrplanes in Fachtheorie und Praktischer Fachkunde statt.

Prüfungen

Zwischenprüfung
Die Zwischenprüfung der IHK findet etwa im letzten Drittel des 2. Ausbildungsjahres an der Berufsschule statt. Sie ist unterteilt in eine Praktische Prüfung (Fertigkeitsprüfung) und eine Schriftliche Prüfung (Kenntnisprüfung). Sie ist für Aufbereitungsmechaniker und Verfahrensmechaniker gleich.

Praktische Prüfung (Übersicht)

Ein Prüfungsstück
Gewichtung 50 %
Zwei Arbeitsproben
Gewichtung 50 %


Prüfungsstück
Dauer: 4 Stunden

Inhalte:
Anfertigen einer mechanischen Baugruppe durch manuelles und maschinelles Spanen, Kaltumformen und Fügen einschließlich Erstellen eines Arbeitsplanes sowie eines Prüfungsprotokolls

Arbeitsprobe 1
Gewichtung 25 %
Dauer: 1 Stunde

Inhalte:
Herstellen einer mechanischen Verbindung


Arbeitsprobe 2
Gewichtung 25 %
Dauer: 1 Stunde

Inhalte:
Aufbau einer steuerungstechnischen Baugruppe und Funktionsprüfung


Schriftliche Prüfung (Übersicht)

Technologie
Technische Mathematik
Lesen, Anwenden und Erstellen technischer Unterlagen
Dauer: 60 Minuten
40 programmierte Aufgaben = 70 %
5 Textaufgaben = 30 %

Inhalte:
Arbeitssicherheit
Umweltschutz
Energieverwendung
Rohstoffe
Werkstoffbearbeitung
Gewinnung
Aufbereitung
Weiterverarbeitung
Maschinen und Anlagen
Meß-, Steuerungs- und Regelungstechnik
Lagern

Dauer: 60 Minuten
12 programmierte Aufgaben

Inhalte:
Einheiten, Längen, Flächen, Volumen, Masse, Dichte
Dreisatz, Prozent, Promille
Druck, Kraft, Volumenstrom
Reibung
Temperatur
Spannung, Strom
Umdrehungsfrequenz, Drehmoment
Arbeit, Leistung

Dauer: 30 Minuten
10 programmierte Aufgaben

Inhalte:
Bemaßung
Ansichten
Schaltpläne
Arbeiten mit technischen Unterlagen
Kennlinien
Graphische Darstellungen

Abschlußprüfung

Am Ende des 3. Ausbildungsjahres legen die Aufbereitungs-/Verfahrensmechaniker die IHK-Abschlußprüfung ab. Sie wird, bis auf die Arbeitsprobe 1, an der Staatlichen Berufsschule durchgeführt. Wie die Zwischenprüfung, so ist auch die Abschlußprüfung in eine Praktische Prüfung (Fertigkeitsprüfung) und eine Schriftliche Prüfung (Fertigkeitsprüfung) unterteilt. Praktische Prüfung (Übersicht)

Ein Prüfungssück
Gewichtung 40 %
Vier Arbeitsproben
Gewichtung 60 %
Prüfungsstück

Dauer: 6 Stunden

Herstellen einer Baugruppe mit elektopneumatischen oder elektrohydraulischen und elektrotechnischen Steuerungselementen einschließlich Funktionsprüfung

oder

Herstellen eines fachrichtungsspezifischen Produktes nach Vorgabe

Arbeitsprobe 1

Gewichtung 10 % Dauer: 1 Stunde

Einstellen oder Inbetriebnehmen einer automatisierten oder teilautomatisierten Aufbereitungsanlage oder eines Anlagenteils

Arbeitsprobe 2

Gewichtung 10 % Dauer: 1 Stunde

Instandsetzen einer mechanischen Baugruppe


 

 
 
 
 
 
 
 
 
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