BGJ-Praxistag beim Zuchtviehmarkt am 10.02.2010 in Schwandorf

Am 10.02.2010 fand unser Praxistag auf dem Gelände des Zuchtverbandes Oberpfalz in Schwandorf statt. Dort hat der Rinderzuchtverband Oberpfalz im Tierzuchtzentrum eine Absatzveranstaltung durchgeführt. Aufgetrieben wurden weibliche Zuchtkälber, Kalbinnen sowie über 100 Jungkühe und 20 Jungbullen. 

Der Fachberater des Tierzuchtamtes Rudolf Traxinger empfing uns im der Gaststätte der Tierzuchtzentrums und führte uns durch das Gelände. Er betonte dabei, dass ein Landwirt mit dem Kauf von Tieren auf dem Zuchtviehmarkt die größte Gewähr hat, gesunde Tiere zu erhalten.

Nach dem Eintreffen der Kalbinnen und Jungkühe werden sie gewogen und von einem Tierarzt auf Krankheiten untersucht. Eine Bewertungskommission teilt sie in die Wertklassen I, IIa, II oder III ein. Anschließend wird ein Schalmtest durchgeführt und die Landwirte können ihre Tiere waschen und putzen.

Die Zuchtkälber werden in Boxen zu je 10 Stück gebracht. Die Käufer können sich die Kälber schon vor der Auktion betrachten und sich ihre Favoriten aussuchen. 

 

Bei der Versteigerung werden die Kälber nach dem Alter gereiht einzeln in den Ring gelassen. Mit den jungen Tieren wird begonnen. Beim Steigern achten die Bauern auf die Abstammung und die Gewichtsentwicklung. Insgesamt wurden 86 Kälber verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis der weiblichen Zuchtkälber lag an dieser Absatzveranstaltung bei 317 €, bei einem Höchstpreis von 440 €. 
Die Jungbullen werden vor der Versteigerung gekört und in Wertungsklassen eingeteilt. 9 Bullen wurden in Wertungsklasse I eingeteilt. 11 Bullen fielen in die Wertungsklasse II.
Insgesamt wurden 13 Bullen versteigert, für die restlichen gab es kein Gebot. Den Spitzenpreis erzielte ein Rau-Sohn vom bekannten Zuchtbetrieb Götz aus Großalfalterbach mit 17600 €. 

Die Jungkühe erzielten einen beachtlichen Durchschnittpreis von 1416 €. Das Höchstgebot lag bei 1860 €. Dabei konnte festgestellt werden, dass die billigeren Tiere entweder nicht enthornt waren, der Schalmtest positiv war oder das Fundament nicht fehlerfrei war.
Man kann deshalb getrost sagen, dass mit solchen Preisen einige Züchter ein zusätzliches Standbein zur Milchproduktion aufgebaut haben. 

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