Unfallgefahren im landwirtschaftlichen Betrieb erkennen |
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Der Sicherheitsbeauftragte der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern-Oberpfalz und Schwaben, Bernhard Zintl übernahm an zwei Praxis-Tagen den Unterricht im Berufsgrundschuljahr Landwirtschaft für die Berufsschule Wiesau. Auf den Betrieben der Praxismeister Matthias Thoma in Triebendorf und Siegfried Thoma in Pilmersreuth an der Straße schärfte er den Blick der Auszubildenden in der Landwirtschaft für jene Risiken, die immer wieder zu schweren Verletzungen bis hin zu Todesfällen führen. Zu diesen beiden Schulungen waren auch die weiteren BGJ-Meister Matthias Neumann, Hermann Wunderlich und Andreas Wolfrum mit ihren Schülern gekommen. |
Zintl begann seine praxisnahe Einführung mit den Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung, die jeder Landwirt heute haben muss. Bei seinen Ausführungen betonte er, dass es nicht mit dem Tragen von Sicherheitsschuhen getan ist. Bei vielen Arbeiten auf dem Betrieb sind auch Schutzbrillen, Gehörschutz, Atemschutz oder Schutzhandschuhe zu benutzen. Die Wiesauer Berufsgrundschüler müssen sich gleich zu Beginn der Ausbildung an die Benutzung gewöhnen. Eine Gefahr, die von vielen Jugendlichen stark unterschätzt wird, ist der Lärmschutz. Deshalb führte der Sicherheitsberater Lärmmessungen beim Flexen und bei laufenden Hofmaschinen durch. Bei manchen Arbeiten werden 100 Dezibel überschritten.
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Beim Rundgang durch die beiden Betriebe ließ er keine Gefahrenquelle aus.
Die Gefahren an Geländern und Toren beschrieb er genauso wie Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit elektrischem Strom. An landwirtschaftlichen Anhängern stellte er die Forderung nach einem sicheren Aufstieg in den Mittelpunkt. Aber auch bewegliche Hydraulikleitungen müssten alle 6 Jahre gewechselt werden. |
Nachdem die Maschinen und Schlepper immer größer und unübersichtlicher werden , schilderte er die Bemühungen der Berufsgenossenschaft besonders Unfälle mit Kindern zu vermeiden. Elektronische Melder wurden auf Anraten der Fachleute von der Berufsgenossenschaft entwickelt; sie sind aber den Schlepperherstellern zur Zeit noch zu teuer.
Bernhard Zintl ist es ein besonderes Anliegen der kommenden Generation von Landwirten ein kompetenter Berater zu sein. Mit seinen Vorführungen möchte er dazu beitragen, dass die Schüler des Berufsgrundschuljahres Landwirtschaft schon am Beginn ihrer Tätigkeit als Landwirt einen Blick für die Gefahren entwickeln, um möglichst unfallfrei durch ihr Berufsleben zu kommen.
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