Die
Ausbildung zum Landwirt/Landwirtin
Warum berufliche Ausbildung zum
Landwirt ?
Eine optimale berufliche Qualifikation
ist heute unverzichtbare Voraussetzung für langfristigen
beruflichen Erfolg in jedem Beruf. In der Landwirtschaft
gilt dies infolge der Globalisierung der Märkte
mehr als in anderen Berufen. Aus diesem Grund wird
die berufliche Bildung in der Landwirtschaft besonders
in Deutschland zum zentralen Standortfaktor.
Der Landwirt muß infolge der Vielfalt seines
Berufsbildes
Tierwirt - Pflanzenbauer - Landtechniker - Bürokaufmann
sein.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie beginnt mit
dem Berufsgrundschuljahr und
wird mit zwei betrieblichen Lehrjahren in
denen jeweils an einem Tag die Berufsschule besucht
wird fortgeführt. Am Ende der Ausbildung wird
die Berufsabschlußprüfung abgelegt.
Das Berufsgrundschuljahr als Start ins Berufsleben
Folgende Ausbildungsberufe gehören
zum Berufsfeld Agrarwirtschaft :
Landwirt - Tierwirt -
Pferdewirt - Fischwirt
|
Schülerinnen oder Schüler aus dem Landkreis
Tirschenreuth, die einen dieser Berufe erlernen wollen,
besuchen als erstes Jahr ihrer Ausbildung das
Berufsgrundschuljahr (BGJs) an der Staatlichen
Berufsschule Wiesau
Das erfolgreich abgeschlossene Berufsgrundschuljahr wird als erstes Lehrjahr
angerechnet.
Das BGJ vermittelt eine fachpraktische und fachtheoretische Grundbildung sowie
eine
berufsfeldübergreifende allgemeine Bildung. Daher werden folgende Fächer
unterrichtet :
| Fachtheoretischer
Bereich |
| Fachtheorie |
8 Wochenstunden |
| Fachrechnen |
2 Wochenstunden |
| Maschinenkunde |
2 Wochenstunden |
| Wirtschaftslehre |
2 Wochenstunden |
| EDV |
2 Wochenstunden |
| 16 Wochenstunden |
Fachpraktischer
Bereich |
| Fachpraxis Schule |
2 Wochenstunden |
| Landtechnik |
5 Wochenstunden |
| Buchführung |
1 Wochenstunden |
| Meisterbetrieb |
6 Wochenstunden |
| 14 Wochenstunden |
Allgemeinbildung |
| Deutsch |
? Wochenstunden |
| Sozialkunde |
? Wochenstunden |
| Sport |
? Wochenstunden |
| Religion |
? Wochenstunden |
| 7 Wochenstunden |
Wahlfach |
| Waldwirtschaft |
2 Wochenstunden |
Insgesamt ergeben
sich somit 39 Wochenstunden |
Während des Berufsgrundschuljahres sind unsere Schüler für vier
Wochen im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung auf Kursen
| Überbetriebliche
Lehrgänge |
| Tierhaltungs- und Melkkurs |
2 Wochen |
| Schweißkurs |
1 Wochen |
| Schlepperpflege |
1 Wochen |
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Die Ausbildung im Lehrbetrieb
An
das Berufsgrundschuljahr schließt sich die zweijährige betriebliche
Lehrzeit mit wöchentlich einem Berufsschultag an.
| Montag |
Berufsschule |
| Dienstag |
Ausbildungsbetrieb
- elterlicher Betrieb
- 1 Jahr Fremdlehre
|
| Mittwoch |
| Donnerstag |
| Freitag |
Die Stundentafel für diese zwei Jahre sieht wie
folgt aus :
| Fächer |
Jgst. 11 |
Jgst. 12 |
| Deutsch |
1 |
1 |
| Sozialkunde |
1 |
1 |
| Religion |
1 |
1 |
| Pflanzliche Produktion |
3 |
2 |
| Tierische Produktion |
2 |
3 |
| Wirtschaftslehre |
1 |
1 |
Zum Seitenanfang
Die betriebliche Ausbildung muß für mindestens ein Jahr auf einem
anerkannten Meisterbetrieb
als sogenannte "Fremdlehre" durchgeführt werden. Ein weiteres Jahr könnte
auf dem elterlichen Lehrbetrieb gemacht werden, wenn er bestimmte Anforderungen
erfüllt.
In dieser Zeit ist der Auszubildende erneut zusammen für zwei Wochen in
den überbetrieblichen
Ausbildungsstätten Almesbach und Bayreuth.
Die Abschlußprüfung
Die
Ausbildung wird mit einer schriftlichen und praktischen
Prüfung
abgeschlossen. Die schriftliche Abschlußprüfung findet in
- Tierischer Produktion
- Pflanzlicher Produktion
- Wirtschafts- und Sozialkunde statt
Die Praktische Abschlußprüfung findet in
- Tierischer Produktion
- Pflanzlicher Produktion statt