Schreinerlehrlinge beweisen beim Wettbewerb "Die gute Form" ihren Sinn für Kreativität.

Der Wettbewerb „Die Gute Form“ im Tischler- und Schreinerhandwerk zeichnet exzellent gestaltete Gesellenstücke aus. Der Innungsverbund richtet ihn alljährlich zunächst auf Innungs-, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene aus. Eine Experten-Jury wählt auf jeder Ebene die Stücke aus, die eine Runde weiter kommen. 

Er will dazu anregen, den bewussten Umgang mit Form und Funktion, mit Farben und Proportionen in das persönliche Berufsbild zu integrieren. Denn eine gute Form trägt ihren Wert nicht nur in sich. Sie ist auch ein Marketing-Argument in einem sich verschärfenden Wettbewerb. Aus der Klasse BHO12A nahmen die unten gezeigten Schüler an dem Wettbewerb teil. Da nicht alle Ausbildungsbetriebe in der Schreinerinnung sind, kann nur ein Teil der Gesellenstück gezeigt werden.

Max Hackl
2.Preis für seine Telefonbank

 

Die Bewertungskommission hat dazu folgende Anmerkungen gefunden :
" ... hier wird monochrom gearbeitet .....es wird ganz extrem auf Kontrast gearbeitet, d.h. man hat dunkles braun und helles lackiertes Holz sowie den weißen Lederbezug. Das Möbel ist insgesamt sehr reduziert, die Griffleisten sind verdeckt. Es hat eine übergeordnete Struktur, gut gefallen hat auch, dass die Füße in einem anderen Material gearbeitet sind, aber in einer Linie zur linken Korpusseite liegen, auch hat die Korpusseite die gleiche Dicke wie die Füße. Man kann sich auch darauf setzen und hat dann die optimale Sitzposition - auch dies ist ein wichtiges Designkriterium."

Florian Schreyer
3.Preis für sein Hängemöbel

Die Bewertungskommission hat dazu folgende Anmerkungen gefunden :
"Beim dritten Preis hat die Homogenität der Arbeit gefallen, d.h. die Farben sind sehr homogen, es ist nicht auf Kontrast gearbeitet worden, sondern alles ist in einer Farbe. Es ist auch ein sehr, sehr schöner Braunton. Es ist auch interessant, dass das Furnier ganz bewusst ausgewählt wurde. Der hellere Streifen (Splintholz) läuft um das ganze Möbel herum, sogar auf der Innenseite findet sich der Streifen. Es paar technische Finessen hat die Arbeit auch. Durch Drücken gehen die Türen wie auch der Schub auf. Insgesamt eine sehr schöne, sehr reduzierte klassische Arbeit."

Christian Köstler
Sonderpreis für sein besonders kreatives Möbel

Die Bewertungskommission hat dazu folgende Anmerkungen gefunden :
"Es hat besonders gut gefallen, weil das Möbel eine Geschichte erzählt. Auf einem Plakat wurde beschrieben wie das Möbel vom Baum aus entstanden ist. Man sieht wie der Baum gefällt wurde, wie der Baum zugesägt wurde. Das fanden wir einfach toll, dass eine Geschichte erzählt wird. Man erkennt daraus, dass es sich um kein Industrieprodukt handelt. Vom ersten Bauteil an wurde die gesamte Konstruktion vom Hersteller selbst entwickelt und alle Teile wurden in Handarbeit selbst zugesägt und selbst gefertigt. Der Hersteller hat sogar dafür gesorgt, dass das Holz zum Fertigungsbeginn ausreichend trocken war. Und deshalb verdient die Arbeit einen Sonderpreis."

Markus Busch
Belobigung

Mark Schmid
Truhe

Marcel Schenkl

Dominik Rögner

Marco Schricker

Manuel Greger

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